KOBER: Beschäftigung und nicht Hartz-IV-Regelsatz ist Schlüssel zur Armutsbekämpfung

Zur Forderung von Sozialverbänden nach höheren Hartz-IV-Regelsätzen erklärt der sozialpolitische Sprecher der FDP-Fraktion Pascal Kober:

„Die ewig gleiche und ritualisierte Skandalisierung von Hartz-IV nützt allenfalls den Vorständen der Sozialverbände, nicht aber den Menschen. So wird ‚Armut‘ zum Kampfbegriff gemacht und wirkliche Lösungen werden verhindert. Der Schlüssel zur Bekämpfung von Armut liegt nicht in der Höhe der Regelsätze, sondern im Weg aus der Abhängigkeit vom Staat durch echte Beschäftigung am Arbeitsmarkt.

Dafür fordert die Fraktion der Freien Demokraten: Statt mehr für Sozialtransfers, brauchen wir mehr für Bildung. Statt über die gering verbreitete Altersarmut sollten wir mehr über Schulabbrecher und verpasste Bildungschancen reden. Notwendig ist dabei ein Paket aus mehr Investitionen in individuelle Bildungsangebote, mehr Berufsqualifizierungsmaßnahmen direkt im Arbeitsmarkt und schließlich eine flexible, zuverlässige und flächendeckende Kinderbetreuung insbesondere für Alleinerziehende und Geringverdiener.

Des Weiteren möchte die FDP-Fraktion, dass Grundsicherungsempfänger mit Minijob mehr von ihrem Lohn behalten dürfen. Das unterstützt auch einen leichteren Einstieg in Beschäftigung. Und schlussendlich braucht es eine verbesserte Jobvermittlung durch mehr Zeit für die Betreuung von Arbeitslosen in den Jobcentern.“

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