SUDING: Studienplatzvergabe zu fairem Verfahren umgestalten

Zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Studienplatzvergabe für das Fach Humanmedizin erklärt die stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Katja Suding:

„Wir Freien Demokraten begrüßen die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, da es den Gesetzgeber zwingt, die hohe Bedeutung der Ortswünsche zu streichen. Bislang konnten Bewerber bei der Studienplatzvergabe allein deshalb leer ausgehen, weil sie den falschen Hochschulort als erste Ortspräferenz gewählt hatten. Die Studienplatzvergabe muss von einer Lotterie zu einem fairen Verfahren umgestaltet werden.

Auch fordert das Gericht zurecht, im Auswahlverfahren der Hochschulen neben der Abiturnote weitere Kriterien einzubeziehen, die überprüft und verglichen werden können. Das ist richtig, denn gute Noten machen noch lange keinen guten Arzt.

Das Kernproblem aber bleibt: Es gibt fast fünfmal mehr Bewerber als Studienplätze, auch weil die Länder ihre Kapazitäten im teuersten Studiengang Medizin bewusst verknappen. Wir fordern daher die Einführung von Bildungsgutscheinen, durch die das Geld den Studierenden folgt. Dabei erhält eine Hochschule für jeden Studierenden einen bestimmten Betrag, der vom Studienfach abhängt. Die Bildungsgutscheine werden aus einem bundesweiten Fonds finanziert, in den die Länder abhängig von ihrer Bevölkerungszahl und ihrem Steueraufkommen einzahlen. So wird ein bedarfsgerechter Ausbau der Medizinstudienplätze attraktiv für Länder und Hochschulen.“

Zur Übersicht