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Warnhinweis: Der Kinderbonus ist eine Mogelpackung

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Die Bundesregierung meint es gut. Sie zahlt Eltern im September und Oktober zusammen mit dem Kindergeld einen sogenannten Kinderbonus von zusammen 300 Euro pro Kind. Das soll laut Bundesregierung die Konjunktur ankurbeln und eine Entlastung für Familien sein, die unter den Kita- und Schulschließungen der Corona-Zeit besonders zu leiden hatten.

Aber Achtung: Nicht zu früh freuen! Bevor das Geld für neues Spielzeug, Anziehsachen oder einen kleinen Urlaub ausgegeben wird – es könnte bald wieder weg sein. Denn erst der Blick auf den anschließenden Steuerbescheid verrät, ob Eltern den Kinderbonus behalten dürfen oder nicht.

Liegt das gemeinsame Einkommen bei mehr als 85 900 Euro brutto im Jahr, dann holt sich das Finanzamt den Kinderbonus wieder zurück. Das heißt: Der Kinderbonus ist eine Mogelpackung, weil ihn viele Mittelschichtfamilien ganz oder teilweise zurückzahlen müssen.

Wer ist konkret betroffen?

Familien mit

  • einem Kind: ab einem gemeinsamen Jahreseinkommen der Eltern von 85 900 Euro brutto
  • zwei Kindern: ab einem gemeinsamen Jahreseinkommen der Eltern von 93 700 Euro brutto
  • drei Kindern: ab einem gemeinsamen Jahreseinkommen der Eltern von 105 800 Euro brutto im Jahr

(Berechnungen des Deutschen Steuerzahlerinstituts auf Grundlage des zu versteuernden Einkommens)

Gib es eine bessere Lösung?

Die FDP-Fraktion schlägt eine dauerhafte Entlastung der Menschen vor. Statt auf die Mogelpackung Kinderbonus und die umstrittene Mehrwertsteuersenkung auf Zeit setzt die FDP-Fraktion auf eine Senkung der Einkommensteuer durch die Abschaffung des sogenannten Mittelstandsbauchs und einen vollständige Abschaffung des Soli. Das würde gerade Eltern mit kleinen und mittleren Einkommen deutlich und dauerhaft entlasten. So zahlt beispielsweise eine Mittelschichtfamilie (Vater Elektromechanik, Mutter Krankenschwester, ein Kind) mehr Soli, als sie Kinderbonus behält.

Unser parlamentarische Initiative dazu finden Sie hier.

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