HOFFMANN: Ansatz der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist falsch

Zu den Medienberichten über Nationalparks in Entwicklungsländern erklärt der entwicklungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion Dr. Christoph Hoffmann:

„Der Ansatz der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, sich fast ausschließlich auf staatliche Stellen zu stützen, ist falsch. Denn dadurch werden vor allem Ministerien und Beamtenapparate versorgt und somit die Macht von Autokraten wie zum Beispiel Kameruns Staatschef Paul Biya gefestigt. Das ist nichts anderes als Despotenhilfe. Stattdessen muss sich die Entwicklungszusammenarbeit auf die Dörfer und Kommunen fokussieren, gerade wenn es um die Einrichtung von Nationalparks geht. Es müssen zuerst die Menschen am Rande oder im Park selbst gestützt, alternative Einkommen geschaffen und die Eiweißversorgung sichergestellt werden. Dann kann sukzessive der Schutz der Parks hochfahren werden, um Wilderei einzudämmen. Es ist klar, dass es ohne Wildhüter und polizeilichen Schutz nicht geht. Die Behörden vor Ort müssen allerdings technisch besser ausgestattet und besonders geschult sein. Repression, Folter und Mord darf es nicht geben.“

Zur Übersicht