LAMBSDORFF: Abschlusserklärung von Singapur ist ungedeckter Scheck

Zum Treffen des US-Präsidenten Trump und des nordkoreanischen Machthabers Kim erklärt der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Alexander Graf Lambsdorff:

„Das Treffen bleibt bis auf Weiteres ein ungedeckter Scheck, denn die gemeinsame Abschlusserklärung ist wenig konkret und lässt viele Fragen offen. Ob damit der Grundstein für die nukleare Abrüstung von Nordkorea gelegt ist, bleibt abzuwarten. Die Absichtsbekundung einer Denuklearisierung Nordkoreas ist das eine, klare Schritte und Bedingungen zur Erreichung dieses Ziels sind das andere. Gleiches gilt für die Sicherheitsgarantie der USA: Ob beide Seiten darunter dasselbe verstehen, ist offen. Nach dem Ausstieg der USA aus dem Iran-Abkommen wäre Skepsis in Pyöngyang durchaus nachvollziehbar. Wenn das Treffen jedoch zu einem diplomatischen Prozess führt, der die Entspannung auf der koreanischen Halbinsel voranbringt, das Risiko einer nuklearen Auseinandersetzung reduziert und vielleicht sogar einen Friedensvertrag der beiden Staaten möglich macht, dann wäre das Treffen ein Erfolg gewesen.“

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