ASCHENBERG-DUGNUS: Koalitionsvertrag geht zulasten der Patienten

Zu den gesundheitspolitischen Plänen von Union und SPD erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion Christine Aschenberg-Dugnus:

"Die gesundheitspolitischen Pläne im Koalitionsvertrag sind in vielen Punkten widersprüchlich. Beispielsweise möchten Union und SPD die Freiberuflichkeit stärken, andererseits soll durch das Mindestsprechstundenangebot von 25 Stunden planwirtschaftlich in die Bestellpraxis der Ärzte eingegriffen werden. Das zeigt, wie wenig die Koalitionäre den Arbeitsalltag der Vertragsärzte kennen. Denn die Arbeitsstunden für gesetzlich Versicherte liegen weit höher, als die hier geforderten Stunden. Genauso widersprüchlich ist es, ein Hohelied auf die Digitalisierung zu singen und im Gegenzug den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zu verbieten. Ein Verbot entmündigt die Bürger, denn jeder sollte frei entscheiden können, ob er sein verschreibungspflichtiges Medikament in der Versandapotheke, oder in der heimischen Apotheke vor Ort bezieht. Beides ist wichtig. Ein Rx-Versandhandelsverbot ist keine Lösung, um die Versorgungssicherheit im ländlichen Raum sicherzustellen."

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